Denton/Texas – Die ehemaligen Jazz-Studenten haben schon lange nichts mehr am Hut mit Blue Notes oder Improvisationstechniken.
Auch wenn die ersten musikalischen Versuche der fünf
Texaner als Band The Cornbread All Stars noch stark von Funk und
Jazz-Einflüssen geprägt waren, entdeckten Tim Smith, McKenzie Smith,
Paul Alexander, Eric Nichelson und Evan Jacobs (später durch Eric
Nichelsen ersetzt) schon bald ihre Liebe zum Pop, Rock und Folk. Seit ihrer Gründung 1999 erfanden sich Midlake musikalisch immer wieder neu und trafen ihren jetzigen Stil erst mit ihrem zweiten Werk 2004. Experimentierten Midlake auf ihrem Debütalbum „Bamnan and Slivercork“ noch mit Keyboards, ließ sich die Band auf dem folgenden Album „The Trials Of Van Occupanther“ vom 70er Jahre Rock beeinflussen. Seitdem machen die Texaner melancholischen Folk, ganz im Stile ihrer Vorbilder Neil Young, Fleetwood Mac oder America. Mit ihrem zweiten Album sorgten Midlake für eine Menge Aufmerksamkeit und ihre Platte tauchte nun in den Jahrescharts vieler Musikmagazine (u.a. Platz 3 im Musikexpress, Platz 15 im Rolling Stone) auf.
Mit ihrem neuen Album „The Courage Of Others”, das Ende Januar erscheinen soll, hat das Quintett wieder einen neuen Sound gesucht und ließ sich vom traditionellen britischen Folk inspirieren. Die dritte Platte von Sänger Tim Smith und Co. ist eher langsam, traurig, ein wenig dunkel und gespenstisch, aber auch sehr träumerisch. Midlakes Songs erinnern an eine längst vergessene Zeit und lösen dabei eine Menge ungeahnter Gefühle und Gedanken aus. Perfekt für trübe Winterabende! Noch mehr Melancholie versprühen die Texaner übrigens live im Februar, dann startet ihre Tour durch Deutschland in Köln. kb