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Megafaun – Spurensuche in der Vergangenheit

17.02.2010 (sjo)

Durham – Ein bisschen erscheinen die drei bärtigen Gestalten wie Boten aus einer anderen Zeit. Und da ist wahrscheinlich auch etwas Wahres dran. Megafaun, das sind die Brüder Brad und Phil Cook sowie Joe Westerlund.


Das Trio entstand 2006 aus der Asche der Vorgänger-Band DeYarmond Edison, die man mit Justin Vernon (heute Bon Iver) ein paar Jahre vorher gegründet hatte. Megafauns neues Album „Gather, Form & Fly“ ist wie der Erstling stark von klassischen Folk- und Americana-Einflüssen geprägt, ohne dabei die neueren Entwicklungen des Genres links liegen zu lassen. Mehrstimmige Harmonien und gut platzierte Einschübe von Bläsern, Klavier und Streichern werden auf den 13 Songs durch experimentelle Kompositionen und sanfte Elektronikpassagen unterstützt. Das Konzept funktioniert. Megafaun schaffen es, die vielen Ideen und Einflüsse zusammenzuführen, ohne dabei in Hektik zu verfallen. Gut gemeinte Vergleiche mit Blitzen Trapper oder den Fleet Foxes drängen sich auf. Und trotz vieler moderner Facetten kann man beim Hören der Musik des Trios immer wieder Spuren der Vergangenheit entdecken. Manchmal scheint es dann fast so, als ob Grateful Dead und The Byrds einem wohlwollend zunicken oder Neil Young lässig aus dem Schaukelstuhl grüßt. sjo

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