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Emotionale Reise mit The Antlers

24.02.2010 (sjo)

New York - Um mit ihrem aktuellen Album “Hospice“ auf sich aufmerksam zu machen, haben The Antlers momentan die besten Voraussetzungen. Das Trio kommt nämlich aus Brooklyn, New York, der Keimzelle des modernen Indierocks.


Zu ihren Labelkollegen bei Frenchkiss Records zählen gefeierte Szene-Bands wie The Hold Steady, Les Savy Fav und The Dodos. Eigentlich bestanden The Antlers bis vor Kurzem nur aus Peter Silbermann. Als dieser vor vier Jahren nach New York zog und sich in ungewollter Isolation wiederfand, kam er zum Entschluss, Songs zu schreiben und aufzunehmen. Seine dritte Platte war der letzte Ausbruchsversuch aus der Einsamkeit. Zusammen mit Michael Lerner und Darby Cicci nahm er “Hospice“ auf, ein faszinierend seltsames Meisterwerk, roh und zerbrechlich zugleich. Mit Songs, die sich zwischen typischem Indierock (“Bear“, “Two“) und sphärisch-ausuferndem Post-Rock (“Kettering“) bewegen, wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der die von ihm geliebte Frau durch Krebstod von sich gehen sieht. Doch was traurig klingt, birgt eine den Antlers eigene Schönheit in sich, der Silberman mit seiner mal kräftigen, mal ruhigen, erhabenen Falsettstimme Form und Ausdruck verleiht. Sympathisanten von Grizzly Bear und Band of Horses werden an The Antlers - “Hospice“ ihre Freude haben. Eine Platte für sonnige und wolkige Tage. sjo

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