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Fast wie ein Date mit Johnny Depp - Rocken mit Saliva!

05.03.2010 (nk)

Memphis/Tennessee - Eigentlich erwartet man von einer Band, die sich selbst „Speichel“ nennt, nicht unbedingt Angenehmes. Es sei denn, man erinnert sich an so großmütterliche Sprüche, wie dass man „Geduld und Spucke“ brauche, um etwas zu erreichen.


Aber wie das so ist mit Vorurteilen … Vielen sind Saliva erst ein Begriff, seit deren Frontmann Josey Scott gemeinsam mit Nickelbacks Chad Kroeger den Song „Hero“ zum „Spiderman“-Soundtrack beisteuerte. Wer es allerdings bei dieser flüchtigen Bekanntschaft belässt, bringt sich selbst um eine ganze Menge. (Das ist ungefähr so, als ob man Johnny Depp über den Weg läuft, er ist Single, man selbst auch, es funkt, und am Ende küsst man ihn dann doch nur auf die Wange – Männer bitte Angelina Jolie für Johnny Depp einsetzen). Wo wir schon beim Thema sind: Scotts Credo “Musik ist wie Sex mit einem Partner, mit dem du schon seit Jahren zusammen bist. Du musst dafür sorgen, dass es interessant bleibt” erklärt wahrscheinlich, warum es so schwierig ist, die fünf Amerikaner in irgendeine Schublade zu stecken. Mal brachial, gewaltig, hart wie bei „Click Click Boom“, mal sanft, fast anschmiegsam, verträumt und soft wie bei „Rest in Pieces“ bewegen sich Saliva vorurteilsfrei zwischen Heavy - und Nu Metal, zwischen Southern und Alternative Rock und gern auch mal über alle Grenzen hinaus. Derzeit touren Josey Scott, Wayne Swinny, Jon Montoya, Dave Novotny und Paul Crosby ausgiebig durch die USA, Konzerttermine in Deutschland stehen bisher nicht an – aber man wird ja noch träumen dürfen. In der Zwischenzeit sei jedem empfohlen, die Bekanntschaft über den Wangenkuss hinaus zu erweitern. nk

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