Hamburg (Julian) - Fast ein bisschen heimlich, still und leise hat sich am anderen Ende des großen Teiches eine Band wieder zusammengefunden,
von der nun wirklich nicht zu erwarten war, dass sie es noch einmal schaffen würde: Sublime! Gut, aus rechtlichen Gründen ist von Sublime with Rome zu sprechen, aber das spielt für mich keine Rolle. Die hinter der Reunion stehenden Motive einmal außer Acht gelassen, dürfte es eigentlich jeden Musikfan zwischen Punk und Reggae nur erfreuen, dass Eric Wilson und Bud Gaugh wieder live in ihrer alten Formation auftreten. Nach dem Drogentod von Frontmann Bradley Nowell im Mai 1996 war ich jedenfalls nicht davon ausgegangen, Songs wie „What I Got“, „Badfish“, „Santeria“ oder „Same in the End“ jemals noch live erleben zu können. Dass diese Möglichkeit nun plötzlich wieder besteht, ist Rome Ramirez zu verdanken. Der 22-jährige Sänger und Gitarrist wird helfen, das Loch, das Bradley Nowell gelassen hat, zu füllen. Aus rechtlichen Gründen (die Familie Nowell ist in Besitz der Namensrechte von Sublime) wird er dabei als gesondertes Mitglied auftreten. Das soll mir aber soweit egal sein, wenn denn der Gesamteindruck passt und ein paar Songs der alten Alben „40 Oz. to Freedom“, „Robbin’ The Hood“ oder „Sublime“ zum Besten gegeben werden. Frohen Mutes werde ich also am 29.08. jedenfalls mein altes Bandshirt rausholen und in die Pinneberger Wasserski- und Wakeboard-Arena pilgern. Dort treten bei den Telekom Extreme Playgrounds mit Millencolin und Gentleman zwar noch zwei weitere Vertreter der Genres Punk bzw. Reggae auf, das wird mir an diesem Tag dann aber doch eher egal sein, denn: „Love’s what I got…“.