New York - Als ich We Are Scientists das erste Mal hörte, freute ich mich über eine weitere tolle Entdeckung
aus Englands Musiklandschaft. Doch nichts ist so, wie es scheint.
Denn Keith Murray, Chris Cain und Michael Tapper (mittlerweile ersetzt
durch Andy Burrow, Ex-Razorlight-Schlagzeuger) sind waschechte Amis,
studierten gemeinsam in New York und gründeten ihre Indie-Rockband
bereits im Jahre 2000. Im wahrsten Sinne des Wortes war das eine
Schnapsidee. Der Gedanke, eine Band zu gründen kam den Dreien an einem
Kneipenabend. Sie kritzelten die lustigsten Liedtitel auf eine
Serviette und entschieden, dass es nicht würdig wäre, diese einfach so
vergammeln zu lassen. Den passenden Bandnamen lieferte ihnen ein
Spediteur beim Umzug der Musiker in ein gemeinsames Haus. "Are You
Brothers?" fragte er berechtigterweise. Als dies verneint wurde, wagte
er einen weiteren Versuch: "Are You Scientists?" - genial, so einfach
kommt man also zu einem Bandnamen. Und wie es sich für Wissenschaftler
gehört, hat die Band auch sonst so einige wirre Ideen. So würde sie
gerne die Schweiz ausstanzen und in die Bahamas verlegen. Der
entstandene Hohlraum würde ganz einfach mit Schokolade aufgefüllt, auf
der man dann Jetski fahren könnte. Nach der Veröffentlichung des
aktuellen Albums "Barbara" (VÖ 18.06.) kommen We Are Scientists im
August für einige, wenige Konzerte nach Deutschland. Also auf in die
Clubs, ihr "schlauen, kritischen Geister mit exzellentem Geschmack und
geilen Körpern" (O-Ton der Band)!